Fehlt dir die Struktur beim Klarinette üben?
Hier kommt dein kostenloser Übe-Planer!
Mit mehr Struktur zum Erfolg!
In diesem Beitrag und nebenstehenden Video zeige ich dir, wie du dein Üben strukturieren kannst, so dass du
- wieder mehr Spaß am Üben hast
- einen stetigen Fortschritt erfährst
- den Überblick über deine Übe-Inhalte behältst
Du erfährst wie lange du üben solltest und wie du am besten eine Übe-Einheit aufbaust.
Außerdem habe ich für dich einen Übe-Planer erstellt, so dass du direkt strukturiert loslegen kannst. Wenn du dir die Vorlagen direkt anschauen möchtest, kannst du sie über den folgenden Button herunterladen.
Wie bekommst du nun mehr Struktur in dein Üben?
Du solltest dir einen groben Plan für deine Übe-Einheiten überlegen. Je nachdem, wie viel Zeit dir zur Verfügung steht, kannst du deine Zeit prozentual aufteilen.
Wie so eine Aufteilung aussehen kann, habe ich dir in folgender Übersicht am Beispiel von einer verfügbaren Zeit von 45 min veranschaulicht. Plane aber besser ein Zeitfenster von 60 min ein, wenn du 45 min konzentriert üben möchtest.
Der Aufbau einer Übe-Einheit
5 min.
Nimm dir zuallererst Zeit, um dein Instrument aufzubauen und um bei dir anzukommen. Du kannst dich während des Aufbauens mental auf das Üben einstellen, in Ruhe das Blatt anfeuchten, ein paar langsame Atemzügen nachspüren und den Alltag abschütteln.
5 min.
Beginne mit Töne aushalten oder einer anderen Aufwärmübung am Instrument (weitere Vorschläge findest du im Übe-Planer), um eine Verbindung zur Klarinette herzustellen. Dabei geht es nicht so sehr darum, dass du sofort einen super schönen astreinen Klang produzierst. Wenn das so einfach wäre, bräuchte man das Einspielen nicht. Versuche vielmehr deine Wahrnehmung zu schulen und bei täglichem Ausführen, die Muskulatur zu kräftigen.
15 min.
Weiter geht es mit Tonleiterstudien, Dreiklangs-Übungen und Etüden.
Beschäftige dich mit den verschiedenen Tonarten, sodass dein harmonisches Verständnis immer besser wird und du auch deine Fingertechnik verfeinerst.
20 min.
Schließlich hast du nun genug Zeit für deine zu übende Literatur. Ob es dir um ein Solowerk oder Orchesterliteratur geht, jetzt kannst du dich ganz und gar auf das Stück einlassen und die vorher geübten Inhalte spielerisch anwenden.
Ziele setzen
Überfordere dich nicht, indem du alles, was nur irgendwie zu üben ist, in eine Übe-Einheit packst. Das ist schlicht und einfach nicht möglich und macht keinen Sinn, da dein Gehiern nicht so schnell alles verarbeiten kann.
Deshalb ist der Schlüssel zum Erfolg zu selektieren!
Dabei kann das Rad der rotierenden Aufmerksamkeit eine tolle Unterstützung sein.
Das Rad der rotierenden Aufmerksamkeit
Hier siehst du ein Rad mit verschiedenen Segmenten. In jedem Segment ist ein anderer musikalischer Inhalt eingetragen. Selbstverständlich kannst du das Rad für dich mit deinen Wunschinhalten füllen.
Es ist so gedacht, dass du dir jeden Tag ein anderes Segment des Rads heraussuchen und deine Übe-Inhalte mit Fokus auf das ausgesuchte Thema gestalten kannst.
Ob du beim Einspielen, bei den Tonleiterstudien oder beim Erarbeiten eines Werkes bist, jede Übesparte lässt sich mit dem Fokus auf z.B. das Feintuning der Artikulation bearbeiten. Selbst beim Töneaushalten kannst du darauf achten, wie du den Ton beginnst und wie du ihn beendest.
Mit diesem kleinen Tool behältst du die Übersicht, was es denn eigentlich für Fokus-Inhalte gibt und ob du jeden gleichermaßen in dein Üben mit einbeziehst.
Wochenziel
Bestimme zuerst ein Wochenziel. Was möchtest du gerne in 7-8 Tagen erreicht haben?
Beispiele Für ein Wochenziel könnten folgende sein:
- Ein Orchesterstück richtig gut können (Je nach Schwierigkeitsgrad kann es auch länger dauern, dann z.B. nur eine oder zwei Seiten wählen).
- Klang der kurzen Töne (f' bis b') verbessern
- Atmung + Körperhaltung verbessern
- Eine Tonart gut in die Finger bekommen
Tagesziel
Jeden Tag kannst du dir in Bezug auf das Wochenziel ein neues Tagesziel setzen. Im Idealfall bauen die Tagesziele aufeinander auf. Nimm dir hierfür auch das Rad der rotierenden Aufmerksamkeit zur Hilfe, so behältst du den Überblick.
Beispiele Für ein Tagesziel könnten folgende sein:
- Fokus "Richtige Noten": F-Dur Tonleiter + Dreiklang, 2 kleine Etüden in F-Dur, Orchesterstück 1. Seite
- Fokus "Rhythmus": F-Dur Tonleiter in verschiedenen Rhythmen spielen, bei den Etüden und dem Stück besonders auf den Rhythmus achten
- Fokus "Atmung": F-Dur nach Atem einteilen sowie Etüden und Stücke, längere Phrasen spielen können
Um eine Routine mit Struktur aufzubauen, ist es immer eine gute Idee anfangs das Wichtigste schriftlich festzuhalten.
Damit du nicht bei null anfangen musst, habe ich dir einige Vorlagen zusammen gestellt, die du zum Strukturieren gerne verwenden kannst. Meine Empfehlung ist, das ganze mal 2-3 Monate konsequent durchzuziehen. Danach wirst du dein neues Vorgehen verinnerlicht haben und brauchst wahrscheinlich nicht mehr so viel aufschreiben. Probiere es doch einfach aus.
Dieser Übe-Planer ist noch einmal detaillierter gestaltet als oben beschrieben. Nutze ihn einfach gerne individuell und finde deine ganz persönliche Struktur!
Ich hoffe, dass dir meine Tipps nützen und du nun dein Üben strukturierter gestalten kannst, wieder mehr Spaß am Üben findest, Fortschritte und damit Erfolgserlebnisse erfährst sowie den Überblick behältst. Viel Spaß und Erfolg bei deiner neuen Version des Übens und ich freue mich immer über Rückmeldungen, ob meine Tipps bei dir in der Umsetzung funktionieren 🙂
Deine Verena
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